Freitag, 9. August, 19:00 Uhr
 

 

Das Mädl aus der Vorstadt

oder Ehrlich währt am längsten - eine Posse mit Gesang in 3 Akten
von Johann Nepomuk Nestroy mit dem Münchner Sommertheater

Herr von Gigl, der Frau von Erbsenstein, die er einst verehrt hatte, nicht mehr heiraten will, weil er sich in Thekla verliebt hat, bittet Schnoferl um Hilfe. Dieser will aber auch den Diebstahl aufklären, durch den Kauz angeblich um sein ganzes Vermögen gebracht wurde. Sein Geschäftsleiter, Herr Stimmer, wurde verdächtigt und ist seitdem spurlos verschwunden, Schnoferl glaubt aber an Stimmers Unschuld. Als er von einem gewissen Herrn Käfer spricht, der mehr zu wissen scheine, lenkt Kauz verlegen sofort ab:

„Is ein schlechter Mensch, dieser Käfer, sollen sich in nichts einlassen, ihm gar nicht nachforschen!“ (1. Akt, 7. Szene)

Gerade als Gigl klagt, Thekla sei mit unbekannter Adresse verzogen, kommt eine herbestellte Stickerin, es ist ausgerechnet Thekla. Gigl beschwört sie, ihm ihre Adresse zu nennen, aber sie flüchtet. Gigl gesteht Frau von Erbsenstein seine Liebe zu Thekla und sinkt vor Aufregung ohnmächtig zusammen. Da gerade jetzt die zur Verlobung geladenen Gäste eintreffen, fällt Frau von Erbsenstein auch rasch in Ohnmacht, um der Schande zu entgehen.

Schnoferl: „Freylich! Freylich! Legn S’ Ihnen nur nieder, sie sind schon da!“ (1. Akt, 20. Szene)

Schnoferl bittet die in Liebesdingen nicht unerfahrenen Näherinnen bei Madame Storch, Gigl auf andere Gedanken zu bringen. Madame Storch klagt, sie werde von einem älteren Mann verfolgt – es ist Kauz! Beiläufig erwähnt Schnoferl, dass Herr Käfer gerade angekommen sei und er ihn morgen Vormittag aufsuchen wolle. Auch die zurückgezogen lebende neue Nachbarin kommt und Gigl erkennt seine Thekla. Da tritt plötzlich Frau von Erbsenstein herein und verrät, dass Thekla die Tochter des durchgegangenen Diebes Stimmer ist, der angeblich Kauz bestohlen hat. Thekla sinkt ohnmächtig zusammen.

Schnoferl: „Stimmerische, gib einen Laut von dir!“ (2. Akt, 20. Szene)

Kauz, der alle Nähmädeln in sein Landhaus eingeladen hat, kommt direkt von jenem Herrn Käfer, dem er einen Brief abgekauft und zur sofortigen Abreise genötigt hat. Man spielt Blindekuh, die Mädchen verstecken den Rock von Kauz, wobei seine Brieftasche herausfällt. Diese Brieftasche wandert über Sabine, Rosalie, Peppi und Gigl zu Schnoferl. Der entdeckt darin den Brief, der Stimmers Unschuld beweist, weil sich Kauz mit Hilfe Käfers selbst „beraubt“ hatte („Schaut's, der Herr von Kauz!“). Um Frau von Erbsenstein zu schonen, schwindelt Schnoferl aber, Kauz hätte das Geld damals nur verlegt und soeben wiedergefunden. Dafür nötigt er Kauz eine reichliche Entschädigung für Thekla und deren Vater ab. Frau von Erbsenstein aber reicht zum Dank Schnoferl die Hand, wie dieser es sich schon immer erträumt hatte:

„Ich hab einen, wie ich glaub Ihnen angenehmeren Lohn bey der Hand – die Hand selbst, wenn Sie s’ wollen!“ (3. Akt, 20. Szene)

Quelle: Wikipedia



Eintritt 15.-€


--> Bei Regen findet die Veranstaltung im Holzwinkelsaal in Welden statt.